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Napoleonzeit 1813

„Ein Kopf ohne Gedächtnis ist wie eine Festung ohne Besatzung.“

Viele Schlachten und Gefechte vor Ort

Im Grunde ist die Oberlausitz eine beschauliche Gegend – zumindest in heutigen Tagen. Das allerdings war nicht immer der Fall. Im Jahre 1635 kam sie von der Herrschaft Böhmens zu Sachsen und bildet seitdem die östliche Grenze dieses Landes. In früheren Zeiten ein wahrlich schweres Los! Eingekeilt zwischen den Großmächten Preußen und Österreich, weckte die Oberlausitz territoriale Begehrlichkeiten und war oft Durchzugs- bzw. Aufmarschgebiet militärischer Verbände. So geschehen beispielsweise während der Napoleonzeit, in den Jahren 1812 und 1813. Viele Schlachten und kleinere Gefechte trugen die verfeindeten Seiten vor Ort aus und brachten die einheimische Bevölkerung schier an den Rand ihrer Existenz

Der Wiener Kongress bestraft die Oberlausitz

Napoleon selbst weilte hier und auch andere Feldherren, wie Marschall Blücher, Duroc, McDonald und Poniatowski gaben sich die Klinke in die Hand. Für die Befindlichkeiten des Landes und seiner Bewohner interessierten sie sich freilich nicht. Im Gegenteil: Als ob die Belastungen des Krieges nicht genug gewesen wären, bestrafte der Wiener Kongress im Jahre 1815 (Bild rechts) die Oberlausitz völlig unschuldig und schnitt sie auseinander.  Der Jubel über die Befreiung vom napoleonischen Joch (siehe Bild unten) war bei den Oberlausitzern dahin. Zum Entsetzen der Bevölkerung kam der nördliche sowie östliche Teil zu Preußen, der Rest verblieb bei Sachsen. Erst durch die Zerschlagung des preußischen Staates nach dem Zweiten Weltkrieg konnte die Oberlausitz (bis auf die Gebiete östlich der Neiße) wieder geschlossen in Sachsen eingegliedert werden.

Besuchen oder mitmachen – jeder ist herzlich willkommen

Unser Verein Napoleonzeit 1813 e. V. will mit dieser Webseite sowie an historischer Stelle auf dem Gelände der Gemauerten Mühle in Bellwitz an jene Jahre erinnern. Jeden, der sich für Geschichte interessiert, laden wir herzlich ein, hier zu stöbern, unseren Verein zu besuchen oder aktiv mitzumachen. Auch wer den Verein unterstützen möchte, ist jederzeit dankbar willkommen.

Die nationale Erhebung 1813, Gemälde Anton v. Werner (1843 – 1915)

Gemälde oben: Michael Franke, Ebersbach